Rezension: Der letzte erste Blick, Bianca Iosivoni

Donnerstag, 18. Mai 2017


Manchmal genügt ein einziger Blick.
Das Einzige, was Emery Lance sich wünscht, als sie ihr Studium in West Virginia beginnt, ist ein Neuanfang. Sie möchte studieren, und zwar ohne das Gerede, das Getuschel und die verurteilenden Blicke der Leute zu Hause. Dafür nimmt sie sogar in Kauf, dass sie mit dem nervigsten Kerl aller Zeiten in einer WG landet. Doch es kommt schlimmer: Dessen bester Freund Dylan Westbrook bringt ihr Herz mit einem einzigen Blick zum Rasen. Dabei gehört er zu der Sorte Mann, von der Emery sich unbedingt fernhalten wollte: zu gut aussehend, zu nett, zu lustig. Und eine große Gefahr für ihr ohnehin schon zerbrechliches Herz...
Danke an den Lübberverlag für das Rezensionsexemplar!

Die Geschichte hatte mich mit den ersten 54 Seiten. Es war ein riesiger Pluspunkt für mich, das der Geschichte eine Playlist beigefügt war. Obwohl ich beim lesen eher weniger Musik höre, höre ich mir meistens danach die Listen an oder fange an bestimmte Lieder mit einem Buch zu verbringen.
Ich habe Emery und ihre große Klappe direkt geliebt und in mein Herz geschlossen. Total genial das die Geschichte direkt damit beginnt das sie jemandem die Nase "gebrochen" hat. Das ist einfach total mein Ding und ich liebe es, wenn die weiblichen Protagonisten nicht die direkten Sympathieträger sind und sie auch mal etwas frecher sein können.
Nach den 54 Seiten wurde das alles aber irgendwie abgeschwächt, bis es letztendlich zu einer Leseflaute kam. Die Geschichte an sich ist bestimmt wunderschön, jedoch war es mir für ein New Adult Buch schon fast ein wenig zu süß und zu nah an der Realität. Dazu war die Spannungskurve irgendwie mal ganz kurz auf dem Höhepunkt und hat dann irgendwann leider so nachgelassen, das ich mich während des lesens gelangweilt habe. Das kommt nur selten vor, aber es ist leider so. Ich habe mich wirklich nur noch gequält. Die Autorin hat es aber geschafft, das ich das Buch trotzdem zu Ende gelesen habe. Immer wieder hatte ich die Hoffnung das da noch was spannendes passieren muss, was mir das Herz zerreißt oder nicht. Ich werde gleich im Spoiler noch ein bisschen mehr darauf eingehen, was genau ich mit "spannend" meine.
An sich ist die Geschichte und die Idee echt gut gewesen, aber leider war es, wie gesagt, in der Umsetzung manchmal ein wenig langweilig und leider war auch die Geschichte um ihr Geheimnis vorhersehbar und die Reaktionen darum konnte ich auch nicht wirklich nachvollziehen. Wobei das wahrscheinlich an meiner persönlichen Einstellung zu dem Thema liegt.

Ich war mir nicht ganz sicher was ich dem Buch an Punkte geben soll. Im Endeffekt bin ich mir aber sicher, das 3 Röschen für das Buch einfach absolut zu wenig wären und 4 empfinde ich fast schon als ein bisschen zu viel. Da ich aber keine krummen Bewertungen abgebe, habe ich mich für 4 entschieden. Das liegt einfach daran, das ich die Geschichte an sich toll finde, an dem Pluspunkt für die Playlist und weil ich Emery einfach richtig gerne mag. Natürlich hat mich das Buch irgendwie gelangweilt, es war vorhersehbar und für mich ein wenig zu sehr an die Realität erinnert, jedoch merkt man auch das die Autorin dort sehr viel Herzblut reingesteckt hat.
Ich freue mich auf den nächsten Teil, den ich trotz aller Meckereien lesen werde und hoffe, das er mich mehr begeistert.
Das Buch haben auf Instagram ja gefühlt alle gelesen und alle haben sich am Ende die Augen auf dem Kopf geheult... warum? Ich verstehe leider absolut nicht, was die meisten am Ende so berührt hat. Die Tatsache das es zu Ende ist? Das sie krank ist und er sich so liebevoll um sie gekümmert hat oder die erschreckende Wahrheit, das Rachel das Video nochmal hervorgekramt und veröffentlich hat? Bei nichts davon standen mir auch nur im Ansatz die Tränen in den Augen.
Ich war ein wenig erschrocken darüber, das Rachel das Video veröffentlicht hat, aber im Endeffekt habe ich mir das gedacht. Und das er sich so süß um die gekümmert hat, als sie krank war, das hat mich auch nicht sonderlich berührt. Ich empfinde das als normal sich um kranke zu kümmern. Was mich aber tatsächlich ein bisschen berührt hat, war das Verschwinden von Mrs Pattyfer. Zwar wäre ich jetzt nicht in Tränen ausgebrochen, jedoch war es schon irgendwie berührend.

Ich habe schon im oberen Teil angesprochen, das ich mich ein bisschen mehr Spannung gewünscht hätte. Ohja, und wie ich das hätte. In Büchern mag ich am liebsten die Konflikte, vor allem wenn eine Frau dargestellt wird wie Emery. Sie hat ihr Vergangenheit, ist deshalb ein totaler Eisklotz und bricht in der ersten Szene jemandem die Nase, aber rastet nicht so richtig aus, als sie erfährt das Dylan anfangs nur mit ihr ausgegangen ist, weil er dann das Auto hat. Auch wenn er sagt das es nicht so ist und er die Zeit mit ihr so oder so gerne verbracht hätte, wäre ich mehr ausgerastet als nur dieses bedröppelte etwas, was sie dort hingelegt hat. Mir hat es wirklich gefehlt das sie ihm die Nase bricht oder ihn wenigstens richtig beleidigt.
Und generell habe ich das Gefühl das in diesem Buch bis auf Herausforderungen und versuchter Sex kaum was passiert ist. Wenn ich an das Buch zurück denke, das ich letzte Nacht beendet habe, ist da nichts. Nichts außer diese zwei Sachen.
Das tut mir Leid für das Buch, weil es so eine süße Aufmachung hat und so schön geschrieben ist, aber leider hat mir dann doch das gewisse Etwas gefehlt.

Und zu guter letzt kann ich nicht verstehen, warum jeder Emery eine Schlampe nennt. Ich finde nichts verwerfliches daran ein Video zu drehen, wenn man Sex hat. Solange es nicht mit jemandem ist, der es danach veröffentlicht, versteht sich. Wie ich aber Oben schon gesagt habe, liegt dieses Unverständnis wahrscheinlich an meiner persönlichen Meinung. 

Rezension: The girl before - sie war wie du. Jetzt ist sie tot., JP Delaney

Donnerstag, 11. Mai 2017


Sie war wie du. Und jetzt ist sie tot.
Nach einem Schicksalsschlag braucht Jane dringend einen Neuanfang. Daher überlegt sie nicht lange, als sie die Möglichkeit bekommt, in ein hochmodernes Haus in einem schicken Londoner Viertel einzuziehen. Sie kann ihr Glück kaum fassen, als sie dann auch noch den charismatischen Besitzer und Architekten des Hauses kennenlernt. Er scheint sich zu ihr hingezogen zu fühlen. Doch bald erfährt Jane, dass ihre Vormieterin im Haus verstarb - und ihr erschreckend ähnlich sah. Als sie versucht, der Wahrheit auf den Grund zu gehen, erlebt sie unwissentlich das Gleiche wie die Frau vor ihr: sie lebt und liebt wie sie. Sie vertraut den gleichen Menschen. Und sie nähert sich der gleichen Gefahr.
Vielen lieben Dank an den Penguin Verlag für dieses Rezensionsexemplar!

Ich habe mich tierisch gefreut diesen Thriller zu lesen, weil der letzte Thriller in dem es nicht um Mord und Totschlag ging schon eine weile zurück liegt. Ich glaube das letzte Buch in dieser Art war "Girl on the Train" und das hat mich richtig von den Socken gehauen. Jedenfalls habe ich mich sehr gefreut dieses Buch zu lesen und wurde immer weiter in meiner Vorfreude gedämpft, als ich die vielen negativen Rezensionen dazu gelesen habe und viele Leute das Buch auch einfach abgebrochen haben, weil die Protagonistin und der Schreibstil wohl so doof wären. Noch mehr gedämpft wurde meine Freude dann, als mein Freund nach der ersten Seite das Buch zugeklappt hat und gesagt hat: "das werde ich nie im Leben lesen. Das ist ja grauenhaft! Hier gibt es keine Anführungszeichen und die Protagonistin ist ja mal echt unsympathisch."
Ein paar Tage später habe ich mich dann dazu entschieden das ich mir eine eigene Meinung bilden möchte und habe das Buch in die Hand genommen. Weniger als 24 Stunden später hatte ich es durch und was soll ich sagen? Ich kann mich der überwiegenden Meinung zu dem Buch in keinem Fall anschließen. Ich fand das Buch wirklich top.

Ich muss sagen, das der Schreibstil anfangs irritierend war. Das Buch wird aus zwei Sichten erzählt. Einmal im 'damals' aus Emmas Sicht und 'heute' in der Sicht von Jane. Das komische an dem Schreibstil ist, das Emmas Sicht ohne Anführungsstriche erzählt wird und dadurch Gedanken, Handlungen und Wörtlicherede unangenehm miteinander verschwimmt und man teilweise auch gar nicht mehr weiß ob das jetzt ein gesprochener oder ein Gedanke von Emma war. Ich habe noch nicht wirklich durchblickt ob das ein Sinn hatte oder ob das einfach nur die Vergangenheit zum Ausdruck bringen soll. Jedenfalls war das wirklich anstrengend manchmal, jedoch gewöhnt man sich schnell daran, wenn man das Buch so schnell durchliest wie ich es getan habe.
Das die Protagonistin unsympathisch ist, kann ich nichts bestätigen. Ich finde weder Emma noch Jane unsympathisch. Sie sagen mir zwar als Person nicht so zu, jedoch würde ich deshalb das Buch nicht abbrechen, weil ich der Meinung bin das Beide auf ihre Art und Weisen ganz nett und noch erträglich sind. Da hatte ich wirklich schon schlimmere Charaktere in Büchern. Jedoch werden die beiden sicherlich nicht meine Lieblingscharaktere, die mir ewig im Kopf bleiben werden. Obwohl die Figuren einer Geschichte wirklich wichtig sind, hat das der Geschichte an sich aber auch gar nicht geschadet, was auch wirklich selten vorkommt. 
Wirklich gut fand ich auch die Erzählweise des Buches. Man erlebt gleichzeitig die Geschichte von Emma und Jane, weil der Autor die Geschichten abwechselnd liest. Dabei fallen einem natürlich die Parallelen auf und ab und zu liest man Dinge doppelt, weil es bei Emma und Jane gleich passiert, jedoch macht das die Geschichte noch spannender. 

Die Protagonisten müssen, um (eventuell) in das Haus ziehen zu können, einen Fragebogen ausfüllen, an dem der Autor die Leser teilhaben lässt. Manchmal saß ich vor den Fragen und dachte mir "was zur Hölle würdest du darauf antworten?" Zum Beispiel gab es da die Frage: "Eine dir nahestehende Person beichtet dir im Vertrauen, sie habe im betrunkenen Zustand jemanden überfahren, deshalb habe sie endgültig mit dem Trinken aufgehört. Fühlst du dich verpflichtet, das bei der Polizei anzuzeigen?" Das war nur eine von vielen Fragen, über die man einen Moment nachdenken muss und sich vielleicht sogar über seine Entscheidung erschreckt. Ich finde es sehr schade und gleichzeitig echt spannend, das man nicht erfährt was die beiden Protagonistinnen dort angekreuzt haben, jedoch lernt man die beiden im Laufe des Buches so gut kennen, das man es sich schon fast denken kann.

Das Buch ist auf jeden Fall etwas für jeden, der sich von komischen Schreibweisen nicht direkt abschrecken lässt und der auf eine echt gute Story steht, die sehr viele Geheimnisse und Überraschungsmomente bereit hält. Es ist wirklich lange her, seit ich so ein gutes Buch gelesen habe, das mich direkt fesselt und ich das Buch nicht mehr aus der Hand legen kann!
Ich dachte am Anfang es geht nicht um ein neumodiges Haus, sondern um so eine richtige Absteige und Emma wäre dabei umgekommen, weil ein Dämon unter ihrem Fußboden lebt. Als mir dann aber klar wurde das es um ein neumodiges Haus geht, bei dem alles mit Technik gesteuert wird und es bestimmte Regeln gibt, war das eine wirklich willkommende Abwechslung für mich. Die meisten Thriller, die irgendwie gruselig verpackt sind, kriegen dann natürlich auch genau so eine Kulisse. Wie gesagt, eine willkommene Abwechslung, so wie das gesamte Buch.
Ich weiß nicht ob es mir so geht, aber, ich habe immer gedacht das es was mit Edward zu tun hat, aber im gleichen Moment wurde mir dann aber auch bewusst, das es natürlich viel zu einfach wäre, wenn es irgendwas mit Edward zu tun hatte. Wen ich dabei natürlich nicht auf dem Schirm hatte, war Simon. Ich habe mit allem gerechnet, nur nicht mit Simon! Dabei ist das, jetzt neutral betrachtet, natürlich das logischste gewesen. Ich finde das nicht einmal weit her geholt oder sowas, sondern wirklich echt gut gemacht vom Autor. Man denkt eben, weil Edward immer wieder die selben Dinge gesagt und gefragt hat, das er es gewesen sein muss, weil er verrückt ist und sich dann Emma auch noch in ihren Lügen verstrickt hat, das es umbedingt Edward gewesen sein muss. Ich war so geflasht vom Ende und auch von der Tatsache das Emma alle angelogen hat. Für einen Moment hatte ich wirklich Mitleid mit ihr und als dann die Auflösung mit ihren Lügen bezüglich Saul und der Vergewaltigung kam, da war ich nur noch fertig mit meinen Nerven. Vor allem habe ich ihr dieses 'arme kleine Mädchen' getue echt abgekauft.

Jedoch gibt es immer noch eine Sache, die mich irgendwie nicht mehr loslässt und die ich auch irgendwie nicht verstehe. Wenn doch Edward gar nicht der böse war, warum hat er sich dann eine Frau ausgesucht, die genau so aussieht wie seine Frau und warum hat er bei Emma und Jane genau die selben Fragen und Verhaltensweisen gezeigt? Z.B das abreisen oder das er quasi eine Trennung erzwungen hat? Das verstehe ich nicht so ganz und wirkte ein wenig so als hätte der Autor sich noch im letzten Moment umentschieden, was den "Täter" betrifft.
Sonst echt mega gut und so verwirrend und offen in der Handlung. Lange nicht mehr so einen guten Thriller gelesen!



Rezension: Manche Tage muss man einfach zuckern, Tamara Mataya

Montag, 8. Mai 2017

Läuft bei mir. Zwar rückwärts und bergab, aber läuft.
Dauersingle Sarah glaubt, dass die große Liebe auf der Internetseite "Missed Connections" auf sie wartet. Die Plattform richtet sich an all diejenigen, die ihren Traumpartner schon auf den Straßen von New York gesehen haben, aber einfach nicht mutig genug waren, ihn anzusprechen. Doch Sarahs Mr. Right hat sie wohl noch nicht entdeckt, uns so fängt sie eine Affäre mit dem attraktiven Jack an. Er bringt ein wenig unverbindlichen Spaß in ihr Leben. Doch dann taucht ein anonymer Vereher auf "Missed Connections" auf...


Ich danke dem lieben Heyneverlag für das zur Verfügung stellen des Rezensionexemplares. Es war mir eine große Freude es zu lesen und nun für euch rezensieren zu dürfen!

Mich hat bei diesem Exemplar das Cover unfassbar angesprochen. Normalerweise mag ich eher schlichte Cover, mit wenig Farbe, aber irgendwie haben mich diese verspielten Farben, die Herzchen, Sternchen und das Törtchen so angesprochen, das ich mir den Klappentext durchgelesen und dann natürlich auch angefragt habe. Ich lese mir selbst gerne im Internet Anzeigen durch, die daraus entstehen das sich jemand nicht getraut hat einen anderen Menschen angesprochen zu haben, was natürlich den Reiz an der Geschichte nochmal erhöht hat. Außerdem ist "Läuft bei mir. War rückwärts und bergab, aber läuft." so ein alltime favorite Spruch von mir, weswegen ich es umbedingt lesen musste und es hat sich definitiv gelohnt.

Die Geschichte an sich hat bei mir nicht diesen typischen Wow-Effekt ausgelöst, aber es war definitiv eine Geschichte, die mich nicht losgelassen hat und die man auch gut Abends, bevor man schlafen geht, lesen kann, weil sie nicht sehr anspruchsvoll ist. Der Schreibstil ist sehr einfach und lässt sich flüssig runterlesen, außerdem kann man sich richtig gut in Sarah hineinfühlen und fühlt sich irgendwann wie ein Teil von ihr, man durchlebt vieles mit ihr und fühlt sich in vielen Situationen gleich schlecht oder gut wie sie. Das ist ein absoluter Pluspunkt an der Buch, denn obwohl es bei mir eine "Lektüre für Zwischendurch" ist, habe ich sehr gut in die Geschichte und Thematik gefunden.
Dadurch das ich mich so gut in ihre Lage versetzen kann, fühlte ich mich nach dem lesen und vor dem schlafen gehen (ich habe das Buch überwiegend zwischen 23 und 1 Uhr nachts gelesen) sehr schlecht. Mich haben ihre Probleme belastet, weil ich das Gefühl hatte es wäre mir passiert. Das ist nicht umbedingt negativ, weil die Autoren ja erreichen wollen das man sich in die Geschichte fühlt, jedoch hat es mir teilweise das einschlafen erschwert und meine Träume düster gestaltet.
Trotzdem war die Geschichte an sich wirklich sehr gut. Es war, endlich mal, eine Geschichte dich sich nach Realität angefühlt hat. In der Danksagung erklärt die Autorin das sie vieles aus ihrem eigenen Leben inspiriert hat, sie aber natürlich noch ein paar eigene Dinge dazu erfunden hat.
Das Leben, das Sarah führt, fühlt sich echt an und wirkt nicht so unrealistisch wie es in manch anderen Büchern ist. Zwar möchte ich vielleicht nicht umbedingt mit ihr tauschen wollen, aber trotzdem war es mal angenehm ein Buch zu lesen, dessen Geschichte sich echt anfühlte und nicht wie ein Haufen Fantaie. 
Zwei negative Dinge muss ich aber leider trotzdem aussprechen.
Leider war das Ende des Buches zu vorhersehbar. Das ist vielleicht in so einer Liebesgeschichte nicht so schlimm wie in einem Krimi oder in einem Thriller, jedoch habe ich mich dadurch in manchen Stellen ein bisschen fremd geschämt für Sarah und hätte sie am liebsten durch das Buch angeschrien, das sie mal die Augen aufmachen und realisieren soll, was um sie herum passiert. Das war einfach ein wenig schade, weil ich mir gewünscht habe doch überrascht zu werden.
Und zum anderen war es mir viel zu viel Sex. ich lese gerne New Adult und auch gerne erotische Bücher, jedoch empfand ich es teilweise als zu gezwungen und zu unpassend für die Liebesgeschichte, die eigentlich im Vordergrund stehen sollte. Ich habe die Stellen dann im Endeffekt nur noch überflogen. 

Das Buch ist auf jeden Fall etwas für jeden, der gerne süße Geschichten zwischendurch liest und auf umständliche Liebesgeschichten mit einer kleinen Portion Drama steht. 


(zu diesem Buch erfolgt kein Spoiler, bei dem ich Näher in Detail der Geschichte gehe, weil dafür die Geschichte zu kurz und zu einseitig verläuft.)

Rezension: Die Wellington Saga - Versuchung, Nacho Figueras

Donnerstag, 4. Mai 2017

In Wellington liegt der Schlüssel zum Glück...
Champanger und Jetset interessieren die junge und kluge Tierärztin Georgia nicht. Daher stimmt sie wenig begeistert zu, ihren besten Freund zu einem der glamourösen Reittuniere in Wellington, Florida, zu begleiten. Ausgerechnet Alejandro, der unglaublich attraktive älteste Sohn des mächtigen Del-Campo-Clans, wirft dort ein Auge auf sie und zieht sie wie ein Sturm in eine Welt, in die Georgia so gar nicht zu passen scheint. Doch er ist kein Mann, der ein Nein akzeptiert...

Ein riesen Dankeschön geht an den blanvalet-Verlag für das zu Verfügung stellen des Rezensionsexemplars! Es war mir eine Freude. :-)

Ich bin ehrlich. Ich bin mit sehr großen Vorurteilen an das Buch ran gegangen und habe mir gedacht, das es eigentlich gar nicht so toll werden kann. Mein inneres Gefühl hat mir gesagt, das ein Mann niemals eine tolle Liebesgeschichte schreiben kann (Nicholas Sparks ist ausgeschlossen). Aber, ich wurde vom kompletten Gegenteil überzeugt. Die Geschichte an sich ist wirklich schön geschrieben Es war, leider, wie jede Liebesgeschichte die man so kennt. Momentan sind die New Adult Geschichten ja der totale Renner und dazu gab es kaum Unterschiede. Eben, wie jede andere Geschichte in diesem Genre auch. Es ging nicht wirklich tief bei mir rein und die Charaktere waren mir auch irgendwie ein bisschen zu oberflächlich, trotzdem hat Nacho es irgendwie geschafft mir die Geschichte ans Herz zu legen und einen gewissen Suchtfaktor in mir auszulösen, so das es plötzlich 3 Uhr in der Früh war und ich 300 Seiten an einem Stück weg gelesen haben.
Ich glaube, was für mich ein kleiner Minutspunkt ist, ist einfach die Tatsache das ich kein Interesse an Polo habe und das bei mir auch keine Neugierde geweckt hat. Leider steht das Polo natürlich schon fast mit im Vordergrund, weswegen ich teilweise einfach Mittendrinne ausgeschaltet habe, wenn es wieder einmal um den Sport an sich ging. Es ist natürlich ein großes Thema, im Anhang findet man auch ein paar Erklärungen dazu (wieder rum ein großer Pluspunkt!), aber für mich hätte es gerne eine andere Sportart sein können.
Die Charaktere, habe ich ja schon gesagt, waren mir teilweise ein bisschen zu Oberflächlich gestaltet und man schließt niemanden so richtig ins Herz. Ich persönlich rutsche immer schnell in so eine fangirling schiene und mag in jedem Buch mindestens eine Person sehr gerne, aber bei diesem Buch ist das leider nicht so. Bei den beiden Protagonisten könnte das daran liegen das Georgia mir ein wenig zu weinlich vorkommt. Sie wirkt wie ein kleines süßes Mädchen, das gerade in der Pubertät steckt und irgendwie verloren. Alejandro hingegen ist für mich eine ziemliche Dramaqueen. Er hat mich oft irgendwie an Tessa aus der After-Reihe erinnert, was mich dann natürlich ein bisschen abgeschreckt hat, weil er immer so stark und männlich beschrieben wird.
Mega fand ich es, das seine Mutter mal nicht so eine gekünstelt wirkte. In den meisten New Adult Büchern, in denen die Mutter vorkommt, habe ich immer das Gefühl das da noch was kommt. Wie so ein Schleier, der um ihnen liegt und irgendwann kommt die hässliche Furie zum Vorschein. Das war diesmal gar nicht so und fand ich wirklich so richtig sympathisch. Gerne mehr davon!

Ich schwankte bei dem Buch sehr zwischen drei und vier Röschen. Ich habe ja relativ viel zu "meckern" an dem Buch, darf aber gleichzeitig auch nicht vergessen das mich das Buch schon ziemlich gefesselt hat und das schafft in dem Ausmaße kaum ein Buch. Ich habe mich dann letzendlich für 4/5 Röschen entschieden, weil ich es zum einen in einem Rutsch weggelesen habe, zum anderen weil die Geschichte an sich ja schon echt schön war und ich glaube, das ich vielleicht einfach nur zu Anspruchsvoll in manchen Dingen bin.
Es ist auf jeden Fall eine nette Lektüre für zwischendurch, etwas, das nicht zu tief geht, wo man aber trotzdem nicht das Gefühl hat Zeit verschwendet zu haben.
Ich weiß nicht ob es an mir liegt, aber ich habe das Gefühl, das der Inhalt des Buches unfassbar vorhersehbar ist. Es kann natürlich daran liegen, das ich schon einiges an Büchern gelesen habe und im Endeffekt wiederholt sich der Inhalt natürlich irgendwann. Das stört mich eigentlich eher weniger, weil ich das Genre einfach unfassbar gerne lese und auch gerne wiederholt, solange es ein anderer Autor ist und ein paar Dinge neu sind.
Zum Beispiel habe ich mir bei dem ersten Spiel das Georgia sieht direkt gedacht, das da jetzt was mit irgendeinem Pferd passiert. Was dann natürlich auch so war. Wo ich jedoch echt überrascht war, war dieser Kuss von Alejandro. In dem Moment dachte ich mir "holla, der geht aber ran.", als er dann aber anschließend gedanklich erklärt hat warum er sie geküsst hat, konnte ich das wieder völlig nachvollziehen. Trotzdem wirkte es im ersten Moment als wollte der Autor dieses Kuss umbedingt mit einbauen, fand aber die richtige Überleitung nicht.
Der Rest war auch fürchterlich vorhersehbar und dadurch fast schon langweilig. Zwei Dinge, die mich jedoch immer wieder dazu gebracht haben mich zu fragen, was der Autor sich dabei gedacht hat und warum zum Teufel das jetzt so ist, ist zum 1. Alejandros dramatisches Verhalten. Teilweise musste ich darüber schmunzeln wie er sich benimmt, weil ich das zu keiner Sekunde irgendwie nachvollziehen konnte. Dieses "wir müssen umbedingt auf Abstand bleiben", sich dann aber Nachts nackt in ihre Unterkunft schleichen. Also, das war wirklich etwas, das man hätte besser machen können. Man kann einen Mann nicht als Mann beschreiben, der dann aber teilweise so weich wird wie ein pubertierendes Mädchen. Und das er so sauer auf Georgia war, das seine Tochter einen Reitunfall hatte, war auch total überzogen...
Und zum anderen hat mich die Darstellung von Vicoria genervt. Sie war wirklich das pubertierende Mädchen, scheint Georgia zu hassen, rennt dann aber bei der nächsten Gelegenheit zur bösen Georgia und schüttet ihr das Herz aus. Es wäre mir lieb gewesen wenn sie wirklich auf Abstand gegangen wäre oder sie direkt gemocht hätte oder wenigstens ein Ereignis dazu geführt hätte, das sie näher zusammen rücken. 

Lesemonat: April

Montag, 1. Mai 2017


Wie ihr sicherlich gemerkt habt, habe ich es die letzten zwei Monate irgendwie verpeilt einen Lesemonat zu schreiben. Das tut mir wirklich unendlich Leid. Ich bin aber wieder da, in alter Frische und stelle euch nun meinen Lesemonat April vor!
Ich habe im April drei Bücher gelesen und muss sagen, das ich wirklich sehr begeistert war und dieser Monat nur Highlights hatte und ich mit allen drei Büchern super zufrieden war.

Mein erstes Buch war Dark Love - dich darf ich nicht Lieben. Ich habe mich da ein wenig vom "Trend" leiten lassen und habe es mir zugelegt, weil alle davon so geschwärmt haben und es sich wirklich gut angehört hat. Es gab ein paar Kleinigkeiten die mich gestört haben, die ihr *HIER* in meiner Rezension lesen könnt. Das Buch hat aber, trotz dieser Kleinigkeiten, 5/5 Röschen von mir bekommen! 

Klappentext:
Wenn die erste Liebe verboten ist...

Einen ganzen Sommer soll die 16-Jährige Eden bei ihrem nervigen Vater in Santa Monica verbringen. Trotz der Aussichten auf Strandpartys und eine coole Stadt rechnet sie mit dem Schlimmsten. Und es kommt noch ärger, denn ihr 17-Jähriger Stiefbruder Tyler ist ein Bad Boy, wie es im Buche steht: aggressiv, abweisend, unverschämt. Doch seine smaragdgrünen Augen verraten, dass er auch weich und verletzlich ist. Eden ist verwirrt - und fühlt sich bald unwiderstehlich zu ihm hingezogen. Auch tyler scheint trotz seiner ruppigen Art von ihr fasziniert zu sein. Wenn sie in einem Raum sind, beginnt die Luft zwischen ihnen zu knistern. Aber können sie jemals zusammenkommen?


Das zweite Buch das ich gelesen habe, war Furious rush. Ich habe es zusammen mit der lieben Kat von VIOLETBOOKLADY und der Jessi von JESSIIIXOXO gelesen. Es war meine erste Lesrunde in der Art und hat mir direkt auf Anhieb richtig gut gefallen, genau wie das Buch. Jedoch gab es bei diesem Buch einen großen Minuspunkt, der aber auch noch zu einem zweiten kommen kann. Dazu gibt es eine wichtige Voraussetzung. Welche könnt ihr *HIER* nachlesen. Alles in einem hat dieses Buch von mit 4/5 Röschen bekommen.

Klappentext:

Geschwindigkeit liegt Mackenzie im Blut. Als Tochter der berümten Cox-Familie möchte sie es in ihrem ersten Jahr auf der Motorradrennbahn allen beweisen. Doch sie hat nicht mit Hayden Hayes gerechnet - arrogantes Ausnahmetalent und ausgerechnet Fahrer für die Erzrivalen ihrer Familie. Um das Ansehen der Cox zu retten, muss Kenzie gewinnen und sich vor allem von Hayden fernhalten, dem die Frauenherzen scharenweise zufliegen. Doch Kenie stellt fest, dass sie alles andere als immun gegen seinen Charme ist. Und das sie beide etwas verbindet, das größer ist als der alte Hass, die Eifersucht und ein lebensgefährlicher Wettkampf...

Und das letzte Buch das ich gelesen habe, war 9 Tage wach von Eric Stehfest. Für das Buch habe ich am längsten gebraucht, weil es schwer war in die Geschichte rein zu kommen und hinterher um alles während des lesens zu verarbeiten und zu verstehen. Das Buch hat von mir 5/5 Röschen bekommen. Es hat mich persönlich berührt und lässt mich immer noch nicht los und ich denke immer noch darüber nach. Jeder sollte dieses Buch lesen und sich mit der Thematik auseinander setzen. Eine ausführliche Rezension findet ihr *HIER*

Klappentext:
Ein Buch wie im Rausch

Wenn die Droge zu deiner Schwester wird, wenn du schon einen Abschiedsbrief an dich selbst verfasst hast, dann bist du am Ende.
Eric Stehfest hat es erlebt, zehn Jahre war Christin seine "Schwester", seine ständige Begleiterin - Crystal Meth. Mit ihr fiel er unglaublich tief und hat sich dennoch gerettet. Nun berichtet er schonungslos, direkt, unverstellt und berauschend literarisch von seinem Doppelleben, seinem Entzug und seinem Leben danach.





Rezension: 9 Tage wach, Eric Stehfest

Freitag, 28. April 2017

Ein Buch wie im Rausch
Wenn die Droge zu deiner Schwester wird, wenn du schon einen Abschiedsbrief an dich selbst verfasst hast, dann bist du am Ende.
Eric Stehfest hat es erlebt, zehn Jahre war Christin seine "Schwester", seine ständige Begleiterin - Crystal Meth. Mit ihr fiel er unglaublich tief und hat sich dennoch gerettet. Nun berichtet er schonungslos, direkt, unverstellt und berauschend literarisch von seinem Doppelleben, seinem Entzug und seinem Leben danach.
Ein großes Dankeschön geht an Nadja Schreiber, mit der ich unendlich lieben E-Mailkontakt habe und an den Edelverlag für die Bereitstellung des Rezensionexemplares. Es war mir eine riesige Ehre das Buch für euch lesen und jetzt rezensieren zu dürfen!

Ich möchte allen, die diesen Text lesen und mir nicht auf Instagram folgen, nochmal eine kleine Geschichte aus meinem Leben erzählen. Ich war etwa 11/12, als meine Mama eines Tages mit einem Buch in der Hand in mein Zimmer kam. Das Buch war schon wirklich sehr alt und fiel in seine Einzelteile zusammen. Sie fragte mich: "Kannst du mir bitte einen Gefallen tun und dieses Buch lesen? Ich war etwa 13 als ich das Buch das erste mal gelesen habe. Die Geschichte hat mich sehr geprägt und ich möchte dir dieses Buch schenken, damit du auch aus diesem Buch lernst." 
Ich habe zu diesem Zeitpunkt nicht gelesen und habe mich auch wirklich gefragt warum sie mir dieses Buch in die Hand drückt. Gelesen habe ich es trotzdem und mit diesem Buch hat sie mein Interesse an Drogen entfacht. Wir Kinder vom Bahnhof Zoo. Damit meine ich nicht das ich scharf darauf war Drogen zu nehmen, es hat mich tatsächlich abgeschreckt, aber mein Interesse an dem was wohl in einem Menschen passiert, egal ob es die Beweggründe sind oder wirklich was mit der Psyche und dem Körper passiert, das wächst seitdem immer mehr und unaufhörlich. Ich verschlinge Zeitungsartikel zu dem Thema und versuche mich immer irgendwie weiter zu bilden, schaue mir Dokus an etc. 

Die Meisten von euch kennen Eric Stehfest wahrscheinlich als Chris Lehmann aus der Seifenoper GZSZ. Auch ich kenne ihn daher und bin #TeamChris aus vollstem Herzen. Ich verfolge Eric Stehfest deswegen auch seit längerem auf seinen sozialen Netzwerken und habe ihm bei Let's Dance auch wirklich feste die Daumen gedrückt und gehofft, das er gewinnt, was ja leider nicht der Fall war.
Seine Drogenvergangenheit war sehr oft Thema in den Einspielern von Let's Dance und damit hat er mich natürlich noch mehr in seinen Bann gezogen. Wie oben schon geschrieben, bin ich sehr Interessiert in die Geschichten von (Ex-)Junkies und in Verbindung mit einem Schauspieler den ich sehr gerne mag, konnte ich mir nicht entgehen lassen.

Crystal Meth (auch genannt Crystal, Meth, Ice...) ist eine synthetisch hergestellte Substanz, die aussieht wie ein Kristall.  Es ist eine preisgünstige Droge und gehört zu den am schnellsten zerstörenden. Es wird geschupft, geraucht oder gespritzt.
Die Droge ist eher als "Partydroge" bekannt, weil sie Euphorie verursacht und somit das Schlafbedürfnis verringert, gleichzeitig die Leistungsfähigkeit und das sexuelle Verlangen steigert. Mit der steigerung des sexuellen Verlangens, sinkt aber die sexuelle Leistungsfähigkeit. Hunger - und Dustgfühle werden vermindert.
Bei höheren Dosierungen können Halluzinationen, Krämpfe und Anfälle auftreten, die schließlich auch bis zum Tod führen können.
Langfristige Schäden von Crystal Meth sind, um nur ein paar von vielen zu nennen, Depressionen, Psychosen, Schädigungen von Leber, Niere und Lunge, Zahnverfass und Hirnschäden (ähnlich der Alzheimerkrankheit) so wie Schlaganfall und Epilepsie sein.
Crystal Meth wurde übrigens schon im zweiten Weltkrieg unter dem Namen "Panzerschokolade" verwendet. Damit wurde das Angstgefühl gemindert und die Leistungs und Konzentrationsfähigkeit bei Soldaten etc. gesteigert.

9 Tage wach_Eric Stehfest_edel Books_Foto 03_© Privat
Eric ist in einem kleinen Dorf aufgewachsen, jedoch hat es ihn mit 12 Jahren in die Großstadt, nach Dresden, gezogen. Dort kam er das erste Mal mit Drogen (Haschisch) und der Liebe in Berührung. Ein Jahr später nahm er das erste Mal Crystal Meth. Er wollte umbedingt in einen Club rein. Die Aussichten so jung in einen Club zu kommen gehen jedoch gleich null. Wochenlang hat er sich vor dem Club betrunken und Menschen beobachtete. Den Kleidungsstil und auch die Verhaltenmuster guckte er sich ab, kam in ein Gespräch mit ein paar Leuten und nahm das erste mal Crystal Meth. Das war der Beginn von etwas ganz schrecklichem, ein hoch und tief an Gefühlen und an Lebensqualität. Entzüge scheiterten, bis er schließlich 9 Tage am Stück wach war und sich sicher war, er würde sterben sobald er die Augen schloss. Ich möchte euch nicht zu viel vom Inhalt verraten, weil ich der Meinung bin das man es niemals schaffen würde den ganzen Inhalt in eine Rezension zu packen. Erics Geschichte ist so umfassend und so bewegend, das ich euch auch nicht zu viel verraten will. Ich kann euch nur ans Herz legen euch dieses Buch zu kaufen und euch durchzulesen, was dieser junge Mann uns zu erzählen hat.
Zugegeben, ich habe eine paar Seiten gebraucht um in die Thematik und auch in die Sprache zu finden. Eric benutzt sehr abgehackte Sätze, wechselt oft Gedanken und führt viele Dinge auch nicht zu Ende. Auch wenn das in dem Moment sehr schwer zu verstehen war und ich oft einfach nur verwirrt war, ist das eine sprachliche Meisterleistung. Er gibt einem damit das Gefühl selbst auch drauf zu sein, man vergisst seine Umwelt und kann sich in Eric hineinversetzen. Was ebenfalls, für mich, eine Meisterleistung ist, das er in der dritten Person spricht. Ich denke, das ist ein Schutzmechanismus für ihn, aber auch für den Leser an sich. Er offenbart einem sein Leben und gleichzeitig hat man trotzdem das Gefühl, das man Erics Geschichte nicht wirklich kennt. Das macht es für mich persönlich einfacher Abstand zu Eric zu gewinnen und nicht das Gefühl zu haben ihn zu kennen, so kann ich auch jeglichen Respekt aufrechterhalten und würde ihm respektvoll entgegen treten und nicht mit dem Gefühl einen alten Bekannten wieder zu treffen.
Trotzdem läuft mir persönlich die Geschichte ein bisschen hinterher und sie ist schwer verdaulich für mich. Das äußert sich einfach darin, das ich heute den ganzen Tag, nach Beendigung des Buches, ein wenig in mich gekehrt war und viel nachgedacht habe, ein wenig niedergeschlagen und eher ruhiger war. Das ist nicht unbedingt etwas negatives, weil das ein gutes Buch und eine gute Geschichte für mich ausmacht. 
Es regt einfach unglaublich zum denken an. Während des lesens habe ich mich meistens gefragt "wie kann ein Mensch so viel ertragen?" und "wie hat Eric geschafft das zu überleben?" 

Ich habe angefangen mein eigenes Leben zu überdenken und mit ein wenig Distanz anzuschauen. An manchen Stellen in meinem Leben habe ich Dinge entdeckt, über die ich nach dem Buch nur lachen konnte und wo ich mir jetzt zu sagen versuche, das es Dinge gibt, Probleme, die um einiges schlimmer sind als diese Kleinigkeit. Ich habe heute Morgen, als ich das Buch beendet habe, angefangen mein Leben ein bisschen mehr zu schätzen. Eric vermittelt und gibt einem das Gefühl, das jede Phase und jedes Problem im Leben irgendwie behoben werden kann, wenn man nur fest an sich glaubt und alleine aus diesem Grund sollte man das Buch lesen. Nicht nur um sich eine Geschichte von einem sehr Charakterstarken Menschen durchzulesen, sondern auch, weil man dadurch auch ein bisschen was über sich selbst lernt. 
Abgesehen davon das es ein Buch ist in dem man viel über sich selbst nachdenkt, lernt und auch das eigene Leben ein wenig überdenkt, geht es um ein Thema da in unserer Gesellschaft totgeschwiegen wird. Mir persönlich geht das schon einige Zeit auf die nerven. Ich verherrliche Drogen nicht, finde das die Legalisierung von Drogen das Anfang vom Ende ist und habe noch nie und werde niemals etwas in der Art ausprobieren, jedoch finde ich wichtig das man darüber spricht. Es gibt aber keinerlei Aufklärung über das Thema Drogen. Meine Schulzeit ist gerade mal zwei Jahre her und ich habe in meiner Schullaufbahn nichts dergleichen gelernt. Es war kein Thema im Biologieunterricht, wir haben Theaterstücke zu jedem erdenklichen Thema gehabt, außer zu Drogen und generell wurde darüber im Unterricht mehr Witze gemacht, als das sich ein Lehrer wirklich mal die Zeit genommen hat um uns aufzuklären und uns zu sagen was es überhaupt für Drogen sind und was es mit einem macht. In "9 Tage wach" erzählt Eric ganz schonungslos wie das Leben mit Drogen ist und alleine deshalb sollte es einfach als Schullektüre in jeden Lehrplan aufgenommen werden oder es sollte wenigstens im Unterricht darüber aufgeklärt werden, was Drogen mit einem machen. Vor allem Crystal. Es ist nun mal eine Drogen, die einen Leistungsstärker macht und ich kann mir sehr gut vorstellen das es vielleicht unter tausend Abiturienten mindestens 550 über Mittel nachdenken wie sie mehr Leistung erbringen können mit möglichst wenig Schlaf. 

Dieses Buch war, auch wenn die Sprache wirklich schwer ist, eine absolute Meisterleistung und ich sehe keinen Grund dieses Buch nicht zu lesen. Auch wenn euch Eric als Schauspieler nicht zusagt oder ihr die Rolle von Chris Lehmann nicht mögt, legt das ab. Eric und Chris sind zwei unterschiedliche Menschen und dieses Buch hat es verdient gelesen zu werden und Eric hat es verdient das man ihn nicht nur als Chris abstempelt, sondern als Menschen ansieht, der eine nicht so schöne Vergangenheit hat.
Und an Eric, falls du das hier irgendwann mal lesen solltest: Es ist schön das du noch da bist, es ist schön das deine Frau noch da ist und es ist so schön das ihr einen kleinen, mit Sicherheit, wundervollen Sohn habt. Danke das du deine Geschichte mit der ganzen Welt teilst. Das ist vermutlich nicht einfach. Man macht sich verletzlich damit, man bietet Menschen Angriffsfläche. Es ist, als würde man sich nackt auf den Marktplatz stellen, nur das du deine Geschichte mit ganz Deutschland und nicht nur mit einem kleinen Stadt oder einem kleinen Dorf teilst. Das ist nicht selbstverständlich. Du hättest deine Geschichte und dein Leben auch für dich behalten können, aber du machst anderen Mut damit und zeigst den Menschen das dieses Thema nicht totgeschwiegen werden darf, weil diese Droge ein Geist ist, wie du selbst sagst.Ich wünsche mir für dich, das du dein Ziel erreichst und mit deinem Buch etwas bewirken kannst, im Gesundheitsministerium und wenn es nicht klappt, dann hast du die Menschen "wenigstens" zum Teil aufgeklärt und ihnen einen Einblick in die Welt eines Methjunkies gegeben.  Hoffentlich darf ich dich bald auf einer Lesung persönlich kennen lernen.
Ich wünsche dir und deiner Familie alles Gute und nur das Beste.
#SchenkDirEinLächeln

Das Buch kriegt, ohne Frage, 5/5 Sterne von mir.

Spread love, not hate!

Donnerstag, 20. April 2017

Der liebe Nils von dem Instagramprofil „bunteschwarzweißwelt“ hat die Menschen dazu aufgerufen heute ein bisschen liebe für Bookstagram zu verteilen und das lasse ich mir natürlich nicht zweimal sagen. Ich möchte diesen Tag aber auch dazu nutzen ein paar Worte und Gedanken zu äußern, die mir schon ein bisschen länger im Kopf herumwabern. Bisher habe ich noch keinen passenden Augenblick gefunden, aber Nils hat mir die Möglichkeit gegeben.
Erst einmal möchte ich Nils dafür danken das es so aufmerksam ist und ebenfalls, so wie wahrscheinlich viele, gemerkt hat das momentan mit Bookstagram was nicht stimmt und das alles irgendwie in eine falsche und eher schlechte Richtung abrutscht. Jedoch hat keiner darüber nachgedacht das man vielleicht etwas dagegen tun könnte. Dafür danke ich dir von ganzem Herzen Nils. Du bist eine wirklich charakterstarke Persönlichkeit.

Für alle meine Follower die vielleicht nicht von Instagram kommen oder die nicht mitbekommen haben was passiert ist, möchte ich kurz erläutern was passiert ist oder was vielleicht der Auslöser dafür war das Nils den Schritt gegangen ist bzw auf die Idee gekommen ist ein wenig Liebe zu verteilen. Ich möchte dazu sagen das ich damit gegen keine Person hetze, niemanden verurteile oder Ähnliches. Das hier gilt bloß als kleine Einleitung.

Auf Instagram gab es einen kleinen Post unter dem man ein bisschen Dampf ablassen durfte über Bookstagram, was einen daran stört, was momentan ein bisschen schief läuft und Ähnliches. Man durfte und sollte also ein wenig Dampf ablassen. Daran ist nichts verwerflich und ich finde man darf seine Meinung immer frei äußern – solange es niemanden verletzt. Leider wurde es irgendwann wirklich persönlich und Menschen wurden beleidigt, es ging leider auch soweit das sich zwei Accounts gelöscht haben/gelöscht wurden. Es gab sehr viele Anschuldigungen und es ist leider irgendwann wirklich ziemlich aus dem Ruder gelaufen und war kein Auskotzen mehr an sich, sondern wirklich eine Art schlacht – so habe ich es jedenfalls empfunden. Nils hat sich das zu Herzen genommen. Ich kenne Nils nicht persönlich, aber bei seinen Livestreams und seinen Storys merkt man, das es ein sehr offenherziger und sentimentaler Mensch ist und das ist einer der Gründe warum er heute Liebe verteilen möchte und will, das alle dabei helfen. Ich möchte ein Teil davon sein, euch ein bisschen was von mir erzählen und euch dabei Mut und Kraft geben und vielleicht ein wenig die Augen öffnen.


Ich war in der Schule niemals besonders beliebt. Ich war nie besonders schön, besonders schlank und ich habe mich für die Schule nie wirklich gestylt. Viele denken auf den ersten Blick das ich arrogant bin, das ich eingebildet bin und vermittel den meisten Menschen damit das Gefühl das man mit mir nichts zu tun haben will. Das ging so weit, das ich in der Schule ein Außenseiter war und mich die Menschen lieber gemobbt haben, als mit mir zu sprechen oder mich kennenzulernen. Die Wahrheit über mich und meinen Charakter kennt niemand von denen, die mich angefeindet und gemobbt haben. Im Endeffekt hätten sie wahrscheinlich herausgefunden das Gewicht und Schminke nicht relevant dafür sind ob man einen Menschen mag oder nicht. Wahrscheinlich hätten sie dann auch herausgefunden das ich gar nicht arrogant, sondern unfassbar schüchtern bin.
Ich habe mich nach der Schule meistens sofort an den Computer gesetzt, weil ich ein Hobby für mich gefunden habe. Es hat mich gestärkt und hat mir das Gefühl gegeben das ich etwas bin und etwas sein kann, das Menschen an mich glauben und mich verstehen. Gemeinsame Hobbys verbinden, wisst ihr?
Jedenfalls habe ich meine Leidenschaft darin gefunden Geschichten zu schreiben, sie mit anderen zu teilen und mit ihnen gemeinsam kreativ zu sein. Für einen Moment wurde nicht darüber geurteilt wie ich aussehe oder wie viel ich wiege, sondern es ging um mich als Person, um meinen Charakter, meine Geschichte und meine Kreativität. Ich habe Mut gefasst, ich war für einen Moment selbstbewusst und konnte den Schmerz des Tages für einen kleinen Moment vergessen und glücklich sein, weil ich für das gemocht werde was ich bin.


Du fragst dich sicher warum ich dir diesen Einblick in mein Leben gewähre, wo ich dich doch gar nicht kenne und wahrscheinlich froh bin diesen Abstand zu meiner Vergangenheit zu haben. Ja, weißt du, du hast recht. Ich bin froh das ich nicht mehr zur Schule gehe, in diese vier Wände die mich für einige Jahre zerstört haben, aber ich habe dir das gezeigt um meinen nächsten Worten ein Beispiel zu geben. Um dir zu zeigen das ich weiß über was ich rede und mir nicht nur irgendetwas aus der Nase ziehe.

Viele Menschen (nicht alle!) verlieren mit der Nutzung des Internets ihr Gewissen. Das ist so als würde ihr Gewissen ausgeschaltet werden, sobald sie Anonym sind. Und mit dem verlieren des Gewissens, verlieren Menschen ihre Menschlichkeit.
Ihr wisst nicht wer euch gegenübersitzt. Euch trennt etwas Unsichtbares und vielleicht Kilometer an Entfernung. Viele denken das ihnen das die Berechtigung gibt Menschen wahllos zu beleidigen, egal wer es ist. Manche gehen sogar so weit das sie im Internet so was schreiben wie ‚bring dich bitte um‘. Soetwas macht man nicht. Nicht im echten Leben und erstrecht nicht im Internet.
Mit meinem Beispiel wollte ich euch zeigen, das Bookstagram (auch andere Dinge!) für manche vielleicht nicht nur ein Zeitvertreib oder ein Hobby ist. Vielleicht ist das für Menschen der einzige Weg, der einzige Lichtblick den sie noch haben. Ihr könnt es nicht wissen, weil ihr nicht in dieser Person steckt.
Jeder Mensch auf diesem Planeten hat etwas, von dem er niemals loskommen wird. Egal ob es ein Hobby, ein Tier oder ein Mensch ist. Jeder Mensch schöpft Hoffnung aus etwas, wenn es ihm nicht gut geht. Manche lesen, machen sport, kuscheln mit ihren Tieren oder malen irgendwas. Vielleicht schöpft die Person die du gerade beleidigst Hoffnung aus Bookstagram, aber vielleicht machst du das dem Menschen gerade auch so schlecht das er sich löscht und dann keinen Ausgleich mehr zu seinem schrecklichen Leben hat. Das schlimmste Ende könnte dann sein, das dieser Mensch sich umbringt.

Bei Bookstagram sind alle unfassbar jung, habe ich das Gefühl. Nicht das es schlimm wäre, ganz im Gegenteil. Ich finde es wirklich schön zu sehen das sich so viele junge Menschen hinsetzen und lesen.. Jedoch habe ich dadurch noch mehr das Gefühl auf die kleinen Mäuse aufpassen zu müssen.
Deren Seelen und Charaktere sind noch im Aufbau und ich finde es grauenhaft zu wissen, das viele im Internet jetzt schon so fertig gemacht werden und kennenlernen, das es nicht nur nette Menschen auf der Welt und im Internet gibt. Natürlich gibt auch Menschen die man nicht mag, aber dann scrollt man weiter, entfolgt die Person oder blockiert sie im schlimmsten Fall. Aber warum muss man einen Menschen beleidigen, den man nicht kennt? Warum muss man sagen „ich hasse den richtig!“.
Wisst ihr, Hass ist so ein böses Wort, so ein böses Gefühl und kein Mensch auf der Welt hat es verdient gehasst zu werden. Niemand. Genau so wenig wie es ein Mensch verdient hat beleidigt zu werden. Natürlich hat es auch niemand verdient ignoriert oder blockiert zu werden, jedoch ist das immer noch besser für euer Karma als eine Mensch in Grund und Boden zu stampfen.
Ich war auch mal ein Mensch der sich ewig über einen Menschen aufregen konnte (und zugegeben, ich kann mich heute noch Stundenlang über manche Menschen aufregen), aber ich habe irgendwann gemerkt das es für beide Parteien manchmal besser ist einfach runter zu kommen, die Situation einfach Ruhen zu lassen und einander aus dem Weg zu gehen. Sich nicht mehr darüber aufregen wenn man irgendwo ein Kommentar liest oder ein Giveaway-Foto von der Person sieht. Es tut euch gut und es ist viel besser für einer Karma die Situation einfach Ruhen zu lassen, statt ständig nur auf Streit aus zu sein. Wie gesagt, vergesst nicht das dies auch nur Menschen sind und die werden einen Grund für ihr Handeln haben. Wenn dir das Handeln so nicht gefällt, dann ignoriert die Person einfach, denkt euch euren Teil und dann ist gut. Warum muss man sich ewig darüber aufregen und ständig sagen das man den Menschen hasst? Es ist viel leichter einfach runterzukommen und eine gleichgültige Meinung dazu aufzubauen.


Wisst ihr, ich bin 21 Jahre und meine von mir behaupten zu können, das ich schon sehr viel Scheiße in meinem Leben ertragen, mitmachen und auch verarbeiten musste. Ich ziehe mir solche Worte nicht einfach aus der Nase und glaubt mir, das hier schreibe ich mit Herzblut. Mir liegt was daran vielleicht manchen die Augen zu öffnen und anderen wider rum zu zeigen, das sie nicht alleine sind.
Seht Bookstagram wie eine Fußballmannschaft an. Es ist ein gemeinsames Hobby das man hat und man ist voneinander abhängig. Ohne einen Torwart, ohne die Abwehr etc. würde eine Mannschaft niemals funktionieren und genau das selbe ist es auch bei Bookstagram. Wir brauche einander, weil wir sonst keine Follower hätten. Wir würden keine netten Menschen kennenlernen. Wir könnten keine Kooperationen mit Firmen etc. eingehen, weil die Meisten auf eine hohe Followerzahl schauen und ohne diese Kooperationen würdet ihr keine Rabatte oder Giveaways bekommen. Wir brauchen einander und Menschen die man braucht, zu denen ist man nett, denen schenkt man Liebe oder nette Worte und man macht sie nicht fertig, beleidigt sie nicht und man wünscht ihnen auch nicht den Tod.
Im Internet kann man sich so leicht aus dem Weg gehen, Mädels und Jungs. Seid verdammt nochmal nett zueinander oder ignoriert euch, aber hört auf euch wie Scheiße zu behandeln, weil jeder Mensch Gefühle hat, egal ob du ihm im echten Leben oder im Internet begegnest.
Versetzt euch in die Lage von den anderen. Möchtet ihr beleidigt werden? Möchtet ihr euch für das schlecht fühlen, was ihr seid?
Behandelt Menschen immer so wie ihr selbst auch behandelt werden wollt. Und wenn euch mal ein Ausrutscher passiert, mein Gott, wir sind alle Menschen, dann entschuldigt euch und habt euch die Eier dazu euch zu entschuldigen. Es kann nämlich sein das du irgendwann bereust es nicht getan zu haben und mit diesem Gewissen sollte niemand leben.


Und jetzt zu dir.
Hallo, du.
Dieses Leben ist manchmal ein richtig ekliger großer Haufen Scheiße. Es fühlt sich manchmal so ekelhaft zäh an, so unglaublich schwer. Es gibt Tage an denen man nur noch im Bett liegen bleiben will, an denen man nicht aufstehen kann und möchte, weil man nicht weiß was einen erwartet oder gerade weil man es weiß.
Es gibt Menschen die sind unfassbar gemein zu dir, aber es gibt auch Menschen die dich lieben. Man sieht das nicht immer, fast gar nicht, weil Menschen sich von Natur aus immer an das stützen was einem weh tut. Wir Menschen sind selbstzerstörerisch und vergessen und sehen nicht, das wir umgeben sind von Menschen die und lieben, die uns ihre Hand reichen und versuchen und wieder aufzubauen, aus unserem Loch zu ziehen und für uns durch die Hölle gehen würden.
Die Liebe von diesen Menschen ist um einiges mehr wert als der Hass und die Gemeinheiten die uns andere Menschen entgegen bringen. Du wirst mit der Zeit lernen wer du bist und wer du sein willst. Du wirst dich aufraffen können, du wirst deinen Kopf erheben können und den Menschen zeigen wer du bist und das du jemand bist. Du wirst lächeln können und wirst dir, irgendwann, denken, das du alles richtig gemacht hast und du wirst stolz auf dich sein. Bis dahin wird es ein schwerer Weg und dir werden so viele Steine vor die Füße und in den Weg geworfen, das du dich manchmal nur hinlegen und weinen möchtest. Das darfst du. Das wichtigste ist nur das du nicht liegen bleibst. Steh wieder auf, zeig den Menschen und vor allem dir selbst, das du stark bist und das dir niemand etwas anhaben kann.
Du darfst niemals vergessen das du etwas besonderes bist. Jeder Mensch auf dieser Welt ist das. Egal ob dich Menschen auslachen, weil du ein paar Kilo mehr auf den Rippen hast. Es ist egal ob du schwul oder lesbisch bist. Es ist auch scheißegal ob du ein Transgender bist und deine Hautfarbe tut ebenfalls nichts zur Sache. Du bist ein besonderer Mensch, auf deine Art und Weise und du solltest stolz sein auf das was du bist.
Ich weiß das ist schwer und ich weiß auch das es immer leichter gesagt ist, als getan. Aber ich weiß wovon ich spreche. Ich rede aus eigener Erfahrung und ich weiß das es besser wird.
Wenn du merkst das es nicht besser wird. Wenn du merkst das du den Halt verliest und du abzurutschen drohst, dann vertrau dich jemandem an. Sprich mit einem Lehrer, deinen Eltern oder vertrau dich jemandem im Internet an. Du darfst mich anschreiben und ich bin mir sicher das es auch viele andere Menschen gibt, die immer ein offenes Ohr für dich haben würden. Man fühlt sich oft alleine und merkt manchmal gar nicht wie viele Menschen um einen herum für einen da wären, die ein offenes Ohr haben und dir in jeder erdenklichen Situation helfen würden. Man müsste sich manchmal einfach nur mal umsehen und man merkt, das man gar nicht so alleine ist, wie man denkt.
Das Leben ist zwar manchmal ein Haufen Scheiße, aber wenn man Glitzer draufsprüht, dann kann es trotzdem irgendwie schön sein...(stinken tut es trotzdem :D)
Vergiss dich nicht. Vergiss nicht das du ein Mensch bist und das jedes Leben auf dieser Welt wert ist gelebt zu werden.
Ich habe ein offenes Ohr für dich, wenn du reden möchtest. Trau dich nur mir zu schreiben, egal ob es dir unwichtig vorkommt. Manchmal belastet eine „Kleinigkeit“ mehr als gedacht.

Ich habe dich lieb.

Rezension: Furious rush - verbotene Liebe, S.C Stephans

Mittwoch, 19. April 2017

Geschwindigkeit liegt Mackenzie im Blut. Als Tochter der berühmten Cox-Familie möchte sie es in ihrem ersten Jahr auf der Motorradrennbahn allen beweisen. Doch sie hat nicht mit Hayden Hayes gerechnet – arrogantes Ausnahmetalent und ausgerechnet Fahrer für die Erzrivalen ihrer Familie. Um das Ansehen der Cox zu retten, muss Kenzie gewinnen und sich vor allem von Hayden fernhalten, dem die Frauenherzen scharenweise zufliegen. Doch Kenzie stellt fest, dass sie alles andere als immun gegen seinen Charme ist. Und dass sie beide etwas verbindet, das größer ist als der alte Hass, die Eifersucht und ein lebensgefährlicher Wettkampf ...

Ich finde S.C Stephens ist eine wunderbare Autorin und ich lese auch wirklich gerne Bücher von ihr, demnach habe ich mich wirklich sehr auf die Lesrunde mit meiner lieben Kat (*Klick) und Jessi (*Klick*) gefreut.
Wir haben das Buch nun beendet und ich musste sofort diese Rezension hier schreiben. Zum einen, weil ich morgen und das ganze Wochenende arbeiten muss und keine Zeit finden würde, zum anderen, weil ich euch meine Gedanken nahelegen und euch erzählen möchte, wie mir das Buch gefallen hat.
Sagen wir so, das Buch hat mir einerseits wirklich gut gefallen, andererseits habe ich auch irgendwie das Gefühl unvollständig zu sein und als müsste ich noch weitere hundert Seiten lesen. Das ist kein gutes Gefühl und leider hinterlässt das bei mir auch keinen guten Eindruck. Das liegt nicht umbedingt an dem offenen Ende das die Autorin einem gibt (ich hasse offene Enden), sondern auch daran das die Geschichte an sich tausende Fragen offen lässt und es scheinbar aktuell keinen geplanten zweiten Teil gibt. Das ist sehr schade, weil es nicht nur ein paar Dinge sind die man sich selbst herleiten kann, sondern wirklich, für mich, wichtige Dinge sind.
Und dann musste ich leider feststellen, jetzt im nachhinein bei der Diskussion über das Buch, das sich das Buch anfühlte wie eine ständige Wiederholung. Die Rennen sind irgendwie immer noch am präsentesten, alles drumherum habe ich ausgeblendet und kann mich daran leider auch kaum noch erinnern. Trotzdem finde ich die Geschichte an sich ganz schön. Ich mag so Liebesgeschichten die scheinbar kein gutes Ende nehmen und wo es einen richtigen Bad Boy gibt.
Was mir ebenfalls richtig gut gefallen hat war die Tatsache, das Kenzie ein Mädchen ist, das sehr großes Selbstbewusstsein hat, zurückschlagen kann und auch irgendwie ein loses Mundwerk hat. Das liest man leider nur sehr selten im NA/YA-bereich. Umso schöner finde ich es, das S.C Stephens ein so tolles Mädchen erschaffen hat. Leider habe ich in dem Bereich aber auch etwas zu meckern, dazu könnt ihr mehr in "Spoiler" lesen.
Generell vermittelt S.C Stephens einem eine wirklich gute Atmosphäre und man hat, so wie sie beschreibt, auch oft das Gefühl mit auf der Rennstrecke zu sein und als müsste man selbst auch ein Rennen fahren. Man kriegt echt oft Herzrasen wenn sie ein Rennen fährt oder kurz davor ist. Dafür packt es einen dann aber leider weniger in den anderen Kapiteln.
Leider sind die Kapitel manchmal ein wenig zu lang und teilweise ist das Buch leider auch ein wenig vorhersehbar...
An sich ist das Buch wirklich sehr gut gelungen, jedoch kann ich nicht über die Tatsache hinwegsehen das es sich unvollständig anfühlt. Trotzdem ist es was für jeden der gerne Liebesgeschichten liest und auch kein Problem mit viel Sex hat. :-) 

Ich gebe dem Buch an sich 4 Sterne. Die Geschichte war ja echt nicht schlecht, außer das es sich unvollständig anfühlt. Wenn S.C Stephens bekannt gibt das es keinen weiteren Teil gibt, gibt es noch einen Punkt abzug für das Ende.


Dieses Buch wirft so viele Fragen auf, das ich gerade nicht weiß wo ich starten kann oder soll.
Was passiert mit Felicia? Was hat Felicia Hayden angetan? Warum spaziert die einfach da rein?
Was passiert mit Aufreißer? Was passiert mit Antonia? Und.So.Weiter...
Wie ich oben schon geschrieben habe fühlt sich dieses Buch noch nicht beendet an und es macht mir echt den Kopf kaputt zu wissen, das es wahrscheinlich auch keinen weiteren Teil geben wird. Ich verstehe nicht, wie man seine Leser so im ungewissen lassen kann und wie man selbst als Autor so viele Fragen offen lassen kann. Natürlich erzeugt das vielleicht bei einigen Spannung und viele mögen offene Enden sicher, aber mich macht das innerlich so kaputt... 
Ich mag dazu die Entwicklung von Kenzie gar nicht. Anfangs ist sie so ein taffes Mädel und ich habe direkt gedacht "endlich mal eine die ihren Mund aufmacht!" und normalerweise sollen Figuren in Büchern eine positive Entwicklung durchmachen, dann fühlt man sich als Leser nicht so verloren, aber ich mag es gar nicht wie Kenzie sich entwickelt! Sie wird, gefühlt, so ein kleines Mäuschen das alles mit sich machen lässt und auch nicht ihren Mund richtig aufmacht. Sie wird ängstlich und klein. Das finde ich wirklich unfassbar schade, weil ich Kenzie endlich mal als eine Frau empfunden habe, über die man etwas lesen möchte.
Dann waren da noch Myles und Nikki... Was zur Hölle? Wie konnte Kenzie denen verzeihen? Wenn das meine Freunde gewesen wären... Ah, nee. Es wäre auf keinen Fall meine Freunde gewesen. Es ist so unfassbar das die ihr in jeglicher Hinsicht in den Rücken gefallen sind. Spätestens als Nikki und Myles ihrem Vater verraten haben das sie bei Hayden im Krankenhaus sind, wäre für mich vorbei mit Freundschaft gewesen. Aber das ist wieder sowas das mir zeigt das sie sich als Charakter ein wenig zurückentwickelt hat und das finde ich persönlich wirklich sehr sehr schade.
Und was ebenfalls sehr schade ist, ist dieses "benutzen" von Figuren für bestimmte Szenen. So ging es mir ein wenig bei ihren Schwestern. Ich hatte teilweise wirklich das Gefühl das sie nur dafür da waren, das sie zum einen eine Veranstaltung hatte wo die Bombe platzen konnten (die Hochzeit) und eine Möglichkeit um Kenzie zu zeigen das Hayden immer noch Straßenrennen fährt (Junggesellenabschied). Ich finde das man Personen einen Charakter und irgendwie eine Seele geben muss, wenn man sie mit in die Geschichte einbringt und sie nicht nur für irgendwas zu benutzen.
Und zu guter letzt, kommen wir zu den letzten zwei Dingen, die mich unfassbar gestört hat. Zum einen die Vorhersehbarkeit wer die Motorräder manipuliert. Teilweise habe ich mir fast schon gewünscht das es Hayden ist. Leider habe ich recht behalten mit meiner Vermutung.
Und das Ende mit Felicia. Was sollte das denn? Musste sie jetzt wirklich noch die Ex mit ins Spiel bringen, nur damit Hayden ihr sagen konnte wie sehr er sie liebt? Also, das ging mir echt schon sehr auf die Nerven. Wenn kein weitere Teil kommt, dann würde ich das als dumm von der Autorin abstempeln.