Rezension: Der letzte erste Blick, Bianca Iosivoni

Donnerstag, 18. Mai 2017


Manchmal genügt ein einziger Blick.
Das Einzige, was Emery Lance sich wünscht, als sie ihr Studium in West Virginia beginnt, ist ein Neuanfang. Sie möchte studieren, und zwar ohne das Gerede, das Getuschel und die verurteilenden Blicke der Leute zu Hause. Dafür nimmt sie sogar in Kauf, dass sie mit dem nervigsten Kerl aller Zeiten in einer WG landet. Doch es kommt schlimmer: Dessen bester Freund Dylan Westbrook bringt ihr Herz mit einem einzigen Blick zum Rasen. Dabei gehört er zu der Sorte Mann, von der Emery sich unbedingt fernhalten wollte: zu gut aussehend, zu nett, zu lustig. Und eine große Gefahr für ihr ohnehin schon zerbrechliches Herz...
Danke an den Lübberverlag für das Rezensionsexemplar!

Die Geschichte hatte mich mit den ersten 54 Seiten. Es war ein riesiger Pluspunkt für mich, das der Geschichte eine Playlist beigefügt war. Obwohl ich beim lesen eher weniger Musik höre, höre ich mir meistens danach die Listen an oder fange an bestimmte Lieder mit einem Buch zu verbringen.
Ich habe Emery und ihre große Klappe direkt geliebt und in mein Herz geschlossen. Total genial das die Geschichte direkt damit beginnt das sie jemandem die Nase "gebrochen" hat. Das ist einfach total mein Ding und ich liebe es, wenn die weiblichen Protagonisten nicht die direkten Sympathieträger sind und sie auch mal etwas frecher sein können.
Nach den 54 Seiten wurde das alles aber irgendwie abgeschwächt, bis es letztendlich zu einer Leseflaute kam. Die Geschichte an sich ist bestimmt wunderschön, jedoch war es mir für ein New Adult Buch schon fast ein wenig zu süß und zu nah an der Realität. Dazu war die Spannungskurve irgendwie mal ganz kurz auf dem Höhepunkt und hat dann irgendwann leider so nachgelassen, das ich mich während des lesens gelangweilt habe. Das kommt nur selten vor, aber es ist leider so. Ich habe mich wirklich nur noch gequält. Die Autorin hat es aber geschafft, das ich das Buch trotzdem zu Ende gelesen habe. Immer wieder hatte ich die Hoffnung das da noch was spannendes passieren muss, was mir das Herz zerreißt oder nicht. Ich werde gleich im Spoiler noch ein bisschen mehr darauf eingehen, was genau ich mit "spannend" meine.
An sich ist die Geschichte und die Idee echt gut gewesen, aber leider war es, wie gesagt, in der Umsetzung manchmal ein wenig langweilig und leider war auch die Geschichte um ihr Geheimnis vorhersehbar und die Reaktionen darum konnte ich auch nicht wirklich nachvollziehen. Wobei das wahrscheinlich an meiner persönlichen Einstellung zu dem Thema liegt.

Ich war mir nicht ganz sicher was ich dem Buch an Punkte geben soll. Im Endeffekt bin ich mir aber sicher, das 3 Röschen für das Buch einfach absolut zu wenig wären und 4 empfinde ich fast schon als ein bisschen zu viel. Da ich aber keine krummen Bewertungen abgebe, habe ich mich für 4 entschieden. Das liegt einfach daran, das ich die Geschichte an sich toll finde, an dem Pluspunkt für die Playlist und weil ich Emery einfach richtig gerne mag. Natürlich hat mich das Buch irgendwie gelangweilt, es war vorhersehbar und für mich ein wenig zu sehr an die Realität erinnert, jedoch merkt man auch das die Autorin dort sehr viel Herzblut reingesteckt hat.
Ich freue mich auf den nächsten Teil, den ich trotz aller Meckereien lesen werde und hoffe, das er mich mehr begeistert.
Das Buch haben auf Instagram ja gefühlt alle gelesen und alle haben sich am Ende die Augen auf dem Kopf geheult... warum? Ich verstehe leider absolut nicht, was die meisten am Ende so berührt hat. Die Tatsache das es zu Ende ist? Das sie krank ist und er sich so liebevoll um sie gekümmert hat oder die erschreckende Wahrheit, das Rachel das Video nochmal hervorgekramt und veröffentlich hat? Bei nichts davon standen mir auch nur im Ansatz die Tränen in den Augen.
Ich war ein wenig erschrocken darüber, das Rachel das Video veröffentlicht hat, aber im Endeffekt habe ich mir das gedacht. Und das er sich so süß um die gekümmert hat, als sie krank war, das hat mich auch nicht sonderlich berührt. Ich empfinde das als normal sich um kranke zu kümmern. Was mich aber tatsächlich ein bisschen berührt hat, war das Verschwinden von Mrs Pattyfer. Zwar wäre ich jetzt nicht in Tränen ausgebrochen, jedoch war es schon irgendwie berührend.

Ich habe schon im oberen Teil angesprochen, das ich mich ein bisschen mehr Spannung gewünscht hätte. Ohja, und wie ich das hätte. In Büchern mag ich am liebsten die Konflikte, vor allem wenn eine Frau dargestellt wird wie Emery. Sie hat ihr Vergangenheit, ist deshalb ein totaler Eisklotz und bricht in der ersten Szene jemandem die Nase, aber rastet nicht so richtig aus, als sie erfährt das Dylan anfangs nur mit ihr ausgegangen ist, weil er dann das Auto hat. Auch wenn er sagt das es nicht so ist und er die Zeit mit ihr so oder so gerne verbracht hätte, wäre ich mehr ausgerastet als nur dieses bedröppelte etwas, was sie dort hingelegt hat. Mir hat es wirklich gefehlt das sie ihm die Nase bricht oder ihn wenigstens richtig beleidigt.
Und generell habe ich das Gefühl das in diesem Buch bis auf Herausforderungen und versuchter Sex kaum was passiert ist. Wenn ich an das Buch zurück denke, das ich letzte Nacht beendet habe, ist da nichts. Nichts außer diese zwei Sachen.
Das tut mir Leid für das Buch, weil es so eine süße Aufmachung hat und so schön geschrieben ist, aber leider hat mir dann doch das gewisse Etwas gefehlt.

Und zu guter letzt kann ich nicht verstehen, warum jeder Emery eine Schlampe nennt. Ich finde nichts verwerfliches daran ein Video zu drehen, wenn man Sex hat. Solange es nicht mit jemandem ist, der es danach veröffentlicht, versteht sich. Wie ich aber Oben schon gesagt habe, liegt dieses Unverständnis wahrscheinlich an meiner persönlichen Meinung. 

Rezension: The girl before - sie war wie du. Jetzt ist sie tot., JP Delaney

Donnerstag, 11. Mai 2017


Sie war wie du. Und jetzt ist sie tot.
Nach einem Schicksalsschlag braucht Jane dringend einen Neuanfang. Daher überlegt sie nicht lange, als sie die Möglichkeit bekommt, in ein hochmodernes Haus in einem schicken Londoner Viertel einzuziehen. Sie kann ihr Glück kaum fassen, als sie dann auch noch den charismatischen Besitzer und Architekten des Hauses kennenlernt. Er scheint sich zu ihr hingezogen zu fühlen. Doch bald erfährt Jane, dass ihre Vormieterin im Haus verstarb - und ihr erschreckend ähnlich sah. Als sie versucht, der Wahrheit auf den Grund zu gehen, erlebt sie unwissentlich das Gleiche wie die Frau vor ihr: sie lebt und liebt wie sie. Sie vertraut den gleichen Menschen. Und sie nähert sich der gleichen Gefahr.
Vielen lieben Dank an den Penguin Verlag für dieses Rezensionsexemplar!

Ich habe mich tierisch gefreut diesen Thriller zu lesen, weil der letzte Thriller in dem es nicht um Mord und Totschlag ging schon eine weile zurück liegt. Ich glaube das letzte Buch in dieser Art war "Girl on the Train" und das hat mich richtig von den Socken gehauen. Jedenfalls habe ich mich sehr gefreut dieses Buch zu lesen und wurde immer weiter in meiner Vorfreude gedämpft, als ich die vielen negativen Rezensionen dazu gelesen habe und viele Leute das Buch auch einfach abgebrochen haben, weil die Protagonistin und der Schreibstil wohl so doof wären. Noch mehr gedämpft wurde meine Freude dann, als mein Freund nach der ersten Seite das Buch zugeklappt hat und gesagt hat: "das werde ich nie im Leben lesen. Das ist ja grauenhaft! Hier gibt es keine Anführungszeichen und die Protagonistin ist ja mal echt unsympathisch."
Ein paar Tage später habe ich mich dann dazu entschieden das ich mir eine eigene Meinung bilden möchte und habe das Buch in die Hand genommen. Weniger als 24 Stunden später hatte ich es durch und was soll ich sagen? Ich kann mich der überwiegenden Meinung zu dem Buch in keinem Fall anschließen. Ich fand das Buch wirklich top.

Ich muss sagen, das der Schreibstil anfangs irritierend war. Das Buch wird aus zwei Sichten erzählt. Einmal im 'damals' aus Emmas Sicht und 'heute' in der Sicht von Jane. Das komische an dem Schreibstil ist, das Emmas Sicht ohne Anführungsstriche erzählt wird und dadurch Gedanken, Handlungen und Wörtlicherede unangenehm miteinander verschwimmt und man teilweise auch gar nicht mehr weiß ob das jetzt ein gesprochener oder ein Gedanke von Emma war. Ich habe noch nicht wirklich durchblickt ob das ein Sinn hatte oder ob das einfach nur die Vergangenheit zum Ausdruck bringen soll. Jedenfalls war das wirklich anstrengend manchmal, jedoch gewöhnt man sich schnell daran, wenn man das Buch so schnell durchliest wie ich es getan habe.
Das die Protagonistin unsympathisch ist, kann ich nichts bestätigen. Ich finde weder Emma noch Jane unsympathisch. Sie sagen mir zwar als Person nicht so zu, jedoch würde ich deshalb das Buch nicht abbrechen, weil ich der Meinung bin das Beide auf ihre Art und Weisen ganz nett und noch erträglich sind. Da hatte ich wirklich schon schlimmere Charaktere in Büchern. Jedoch werden die beiden sicherlich nicht meine Lieblingscharaktere, die mir ewig im Kopf bleiben werden. Obwohl die Figuren einer Geschichte wirklich wichtig sind, hat das der Geschichte an sich aber auch gar nicht geschadet, was auch wirklich selten vorkommt. 
Wirklich gut fand ich auch die Erzählweise des Buches. Man erlebt gleichzeitig die Geschichte von Emma und Jane, weil der Autor die Geschichten abwechselnd liest. Dabei fallen einem natürlich die Parallelen auf und ab und zu liest man Dinge doppelt, weil es bei Emma und Jane gleich passiert, jedoch macht das die Geschichte noch spannender. 

Die Protagonisten müssen, um (eventuell) in das Haus ziehen zu können, einen Fragebogen ausfüllen, an dem der Autor die Leser teilhaben lässt. Manchmal saß ich vor den Fragen und dachte mir "was zur Hölle würdest du darauf antworten?" Zum Beispiel gab es da die Frage: "Eine dir nahestehende Person beichtet dir im Vertrauen, sie habe im betrunkenen Zustand jemanden überfahren, deshalb habe sie endgültig mit dem Trinken aufgehört. Fühlst du dich verpflichtet, das bei der Polizei anzuzeigen?" Das war nur eine von vielen Fragen, über die man einen Moment nachdenken muss und sich vielleicht sogar über seine Entscheidung erschreckt. Ich finde es sehr schade und gleichzeitig echt spannend, das man nicht erfährt was die beiden Protagonistinnen dort angekreuzt haben, jedoch lernt man die beiden im Laufe des Buches so gut kennen, das man es sich schon fast denken kann.

Das Buch ist auf jeden Fall etwas für jeden, der sich von komischen Schreibweisen nicht direkt abschrecken lässt und der auf eine echt gute Story steht, die sehr viele Geheimnisse und Überraschungsmomente bereit hält. Es ist wirklich lange her, seit ich so ein gutes Buch gelesen habe, das mich direkt fesselt und ich das Buch nicht mehr aus der Hand legen kann!
Ich dachte am Anfang es geht nicht um ein neumodiges Haus, sondern um so eine richtige Absteige und Emma wäre dabei umgekommen, weil ein Dämon unter ihrem Fußboden lebt. Als mir dann aber klar wurde das es um ein neumodiges Haus geht, bei dem alles mit Technik gesteuert wird und es bestimmte Regeln gibt, war das eine wirklich willkommende Abwechslung für mich. Die meisten Thriller, die irgendwie gruselig verpackt sind, kriegen dann natürlich auch genau so eine Kulisse. Wie gesagt, eine willkommene Abwechslung, so wie das gesamte Buch.
Ich weiß nicht ob es mir so geht, aber, ich habe immer gedacht das es was mit Edward zu tun hat, aber im gleichen Moment wurde mir dann aber auch bewusst, das es natürlich viel zu einfach wäre, wenn es irgendwas mit Edward zu tun hatte. Wen ich dabei natürlich nicht auf dem Schirm hatte, war Simon. Ich habe mit allem gerechnet, nur nicht mit Simon! Dabei ist das, jetzt neutral betrachtet, natürlich das logischste gewesen. Ich finde das nicht einmal weit her geholt oder sowas, sondern wirklich echt gut gemacht vom Autor. Man denkt eben, weil Edward immer wieder die selben Dinge gesagt und gefragt hat, das er es gewesen sein muss, weil er verrückt ist und sich dann Emma auch noch in ihren Lügen verstrickt hat, das es umbedingt Edward gewesen sein muss. Ich war so geflasht vom Ende und auch von der Tatsache das Emma alle angelogen hat. Für einen Moment hatte ich wirklich Mitleid mit ihr und als dann die Auflösung mit ihren Lügen bezüglich Saul und der Vergewaltigung kam, da war ich nur noch fertig mit meinen Nerven. Vor allem habe ich ihr dieses 'arme kleine Mädchen' getue echt abgekauft.

Jedoch gibt es immer noch eine Sache, die mich irgendwie nicht mehr loslässt und die ich auch irgendwie nicht verstehe. Wenn doch Edward gar nicht der böse war, warum hat er sich dann eine Frau ausgesucht, die genau so aussieht wie seine Frau und warum hat er bei Emma und Jane genau die selben Fragen und Verhaltensweisen gezeigt? Z.B das abreisen oder das er quasi eine Trennung erzwungen hat? Das verstehe ich nicht so ganz und wirkte ein wenig so als hätte der Autor sich noch im letzten Moment umentschieden, was den "Täter" betrifft.
Sonst echt mega gut und so verwirrend und offen in der Handlung. Lange nicht mehr so einen guten Thriller gelesen!



Rezension: Manche Tage muss man einfach zuckern, Tamara Mataya

Montag, 8. Mai 2017

Läuft bei mir. Zwar rückwärts und bergab, aber läuft.
Dauersingle Sarah glaubt, dass die große Liebe auf der Internetseite "Missed Connections" auf sie wartet. Die Plattform richtet sich an all diejenigen, die ihren Traumpartner schon auf den Straßen von New York gesehen haben, aber einfach nicht mutig genug waren, ihn anzusprechen. Doch Sarahs Mr. Right hat sie wohl noch nicht entdeckt, uns so fängt sie eine Affäre mit dem attraktiven Jack an. Er bringt ein wenig unverbindlichen Spaß in ihr Leben. Doch dann taucht ein anonymer Vereher auf "Missed Connections" auf...


Ich danke dem lieben Heyneverlag für das zur Verfügung stellen des Rezensionexemplares. Es war mir eine große Freude es zu lesen und nun für euch rezensieren zu dürfen!

Mich hat bei diesem Exemplar das Cover unfassbar angesprochen. Normalerweise mag ich eher schlichte Cover, mit wenig Farbe, aber irgendwie haben mich diese verspielten Farben, die Herzchen, Sternchen und das Törtchen so angesprochen, das ich mir den Klappentext durchgelesen und dann natürlich auch angefragt habe. Ich lese mir selbst gerne im Internet Anzeigen durch, die daraus entstehen das sich jemand nicht getraut hat einen anderen Menschen angesprochen zu haben, was natürlich den Reiz an der Geschichte nochmal erhöht hat. Außerdem ist "Läuft bei mir. War rückwärts und bergab, aber läuft." so ein alltime favorite Spruch von mir, weswegen ich es umbedingt lesen musste und es hat sich definitiv gelohnt.

Die Geschichte an sich hat bei mir nicht diesen typischen Wow-Effekt ausgelöst, aber es war definitiv eine Geschichte, die mich nicht losgelassen hat und die man auch gut Abends, bevor man schlafen geht, lesen kann, weil sie nicht sehr anspruchsvoll ist. Der Schreibstil ist sehr einfach und lässt sich flüssig runterlesen, außerdem kann man sich richtig gut in Sarah hineinfühlen und fühlt sich irgendwann wie ein Teil von ihr, man durchlebt vieles mit ihr und fühlt sich in vielen Situationen gleich schlecht oder gut wie sie. Das ist ein absoluter Pluspunkt an der Buch, denn obwohl es bei mir eine "Lektüre für Zwischendurch" ist, habe ich sehr gut in die Geschichte und Thematik gefunden.
Dadurch das ich mich so gut in ihre Lage versetzen kann, fühlte ich mich nach dem lesen und vor dem schlafen gehen (ich habe das Buch überwiegend zwischen 23 und 1 Uhr nachts gelesen) sehr schlecht. Mich haben ihre Probleme belastet, weil ich das Gefühl hatte es wäre mir passiert. Das ist nicht umbedingt negativ, weil die Autoren ja erreichen wollen das man sich in die Geschichte fühlt, jedoch hat es mir teilweise das einschlafen erschwert und meine Träume düster gestaltet.
Trotzdem war die Geschichte an sich wirklich sehr gut. Es war, endlich mal, eine Geschichte dich sich nach Realität angefühlt hat. In der Danksagung erklärt die Autorin das sie vieles aus ihrem eigenen Leben inspiriert hat, sie aber natürlich noch ein paar eigene Dinge dazu erfunden hat.
Das Leben, das Sarah führt, fühlt sich echt an und wirkt nicht so unrealistisch wie es in manch anderen Büchern ist. Zwar möchte ich vielleicht nicht umbedingt mit ihr tauschen wollen, aber trotzdem war es mal angenehm ein Buch zu lesen, dessen Geschichte sich echt anfühlte und nicht wie ein Haufen Fantaie. 
Zwei negative Dinge muss ich aber leider trotzdem aussprechen.
Leider war das Ende des Buches zu vorhersehbar. Das ist vielleicht in so einer Liebesgeschichte nicht so schlimm wie in einem Krimi oder in einem Thriller, jedoch habe ich mich dadurch in manchen Stellen ein bisschen fremd geschämt für Sarah und hätte sie am liebsten durch das Buch angeschrien, das sie mal die Augen aufmachen und realisieren soll, was um sie herum passiert. Das war einfach ein wenig schade, weil ich mir gewünscht habe doch überrascht zu werden.
Und zum anderen war es mir viel zu viel Sex. ich lese gerne New Adult und auch gerne erotische Bücher, jedoch empfand ich es teilweise als zu gezwungen und zu unpassend für die Liebesgeschichte, die eigentlich im Vordergrund stehen sollte. Ich habe die Stellen dann im Endeffekt nur noch überflogen. 

Das Buch ist auf jeden Fall etwas für jeden, der gerne süße Geschichten zwischendurch liest und auf umständliche Liebesgeschichten mit einer kleinen Portion Drama steht. 


(zu diesem Buch erfolgt kein Spoiler, bei dem ich Näher in Detail der Geschichte gehe, weil dafür die Geschichte zu kurz und zu einseitig verläuft.)

Rezension: Die Wellington Saga - Versuchung, Nacho Figueras

Donnerstag, 4. Mai 2017

In Wellington liegt der Schlüssel zum Glück...
Champanger und Jetset interessieren die junge und kluge Tierärztin Georgia nicht. Daher stimmt sie wenig begeistert zu, ihren besten Freund zu einem der glamourösen Reittuniere in Wellington, Florida, zu begleiten. Ausgerechnet Alejandro, der unglaublich attraktive älteste Sohn des mächtigen Del-Campo-Clans, wirft dort ein Auge auf sie und zieht sie wie ein Sturm in eine Welt, in die Georgia so gar nicht zu passen scheint. Doch er ist kein Mann, der ein Nein akzeptiert...

Ein riesen Dankeschön geht an den blanvalet-Verlag für das zu Verfügung stellen des Rezensionsexemplars! Es war mir eine Freude. :-)

Ich bin ehrlich. Ich bin mit sehr großen Vorurteilen an das Buch ran gegangen und habe mir gedacht, das es eigentlich gar nicht so toll werden kann. Mein inneres Gefühl hat mir gesagt, das ein Mann niemals eine tolle Liebesgeschichte schreiben kann (Nicholas Sparks ist ausgeschlossen). Aber, ich wurde vom kompletten Gegenteil überzeugt. Die Geschichte an sich ist wirklich schön geschrieben Es war, leider, wie jede Liebesgeschichte die man so kennt. Momentan sind die New Adult Geschichten ja der totale Renner und dazu gab es kaum Unterschiede. Eben, wie jede andere Geschichte in diesem Genre auch. Es ging nicht wirklich tief bei mir rein und die Charaktere waren mir auch irgendwie ein bisschen zu oberflächlich, trotzdem hat Nacho es irgendwie geschafft mir die Geschichte ans Herz zu legen und einen gewissen Suchtfaktor in mir auszulösen, so das es plötzlich 3 Uhr in der Früh war und ich 300 Seiten an einem Stück weg gelesen haben.
Ich glaube, was für mich ein kleiner Minutspunkt ist, ist einfach die Tatsache das ich kein Interesse an Polo habe und das bei mir auch keine Neugierde geweckt hat. Leider steht das Polo natürlich schon fast mit im Vordergrund, weswegen ich teilweise einfach Mittendrinne ausgeschaltet habe, wenn es wieder einmal um den Sport an sich ging. Es ist natürlich ein großes Thema, im Anhang findet man auch ein paar Erklärungen dazu (wieder rum ein großer Pluspunkt!), aber für mich hätte es gerne eine andere Sportart sein können.
Die Charaktere, habe ich ja schon gesagt, waren mir teilweise ein bisschen zu Oberflächlich gestaltet und man schließt niemanden so richtig ins Herz. Ich persönlich rutsche immer schnell in so eine fangirling schiene und mag in jedem Buch mindestens eine Person sehr gerne, aber bei diesem Buch ist das leider nicht so. Bei den beiden Protagonisten könnte das daran liegen das Georgia mir ein wenig zu weinlich vorkommt. Sie wirkt wie ein kleines süßes Mädchen, das gerade in der Pubertät steckt und irgendwie verloren. Alejandro hingegen ist für mich eine ziemliche Dramaqueen. Er hat mich oft irgendwie an Tessa aus der After-Reihe erinnert, was mich dann natürlich ein bisschen abgeschreckt hat, weil er immer so stark und männlich beschrieben wird.
Mega fand ich es, das seine Mutter mal nicht so eine gekünstelt wirkte. In den meisten New Adult Büchern, in denen die Mutter vorkommt, habe ich immer das Gefühl das da noch was kommt. Wie so ein Schleier, der um ihnen liegt und irgendwann kommt die hässliche Furie zum Vorschein. Das war diesmal gar nicht so und fand ich wirklich so richtig sympathisch. Gerne mehr davon!

Ich schwankte bei dem Buch sehr zwischen drei und vier Röschen. Ich habe ja relativ viel zu "meckern" an dem Buch, darf aber gleichzeitig auch nicht vergessen das mich das Buch schon ziemlich gefesselt hat und das schafft in dem Ausmaße kaum ein Buch. Ich habe mich dann letzendlich für 4/5 Röschen entschieden, weil ich es zum einen in einem Rutsch weggelesen habe, zum anderen weil die Geschichte an sich ja schon echt schön war und ich glaube, das ich vielleicht einfach nur zu Anspruchsvoll in manchen Dingen bin.
Es ist auf jeden Fall eine nette Lektüre für zwischendurch, etwas, das nicht zu tief geht, wo man aber trotzdem nicht das Gefühl hat Zeit verschwendet zu haben.
Ich weiß nicht ob es an mir liegt, aber ich habe das Gefühl, das der Inhalt des Buches unfassbar vorhersehbar ist. Es kann natürlich daran liegen, das ich schon einiges an Büchern gelesen habe und im Endeffekt wiederholt sich der Inhalt natürlich irgendwann. Das stört mich eigentlich eher weniger, weil ich das Genre einfach unfassbar gerne lese und auch gerne wiederholt, solange es ein anderer Autor ist und ein paar Dinge neu sind.
Zum Beispiel habe ich mir bei dem ersten Spiel das Georgia sieht direkt gedacht, das da jetzt was mit irgendeinem Pferd passiert. Was dann natürlich auch so war. Wo ich jedoch echt überrascht war, war dieser Kuss von Alejandro. In dem Moment dachte ich mir "holla, der geht aber ran.", als er dann aber anschließend gedanklich erklärt hat warum er sie geküsst hat, konnte ich das wieder völlig nachvollziehen. Trotzdem wirkte es im ersten Moment als wollte der Autor dieses Kuss umbedingt mit einbauen, fand aber die richtige Überleitung nicht.
Der Rest war auch fürchterlich vorhersehbar und dadurch fast schon langweilig. Zwei Dinge, die mich jedoch immer wieder dazu gebracht haben mich zu fragen, was der Autor sich dabei gedacht hat und warum zum Teufel das jetzt so ist, ist zum 1. Alejandros dramatisches Verhalten. Teilweise musste ich darüber schmunzeln wie er sich benimmt, weil ich das zu keiner Sekunde irgendwie nachvollziehen konnte. Dieses "wir müssen umbedingt auf Abstand bleiben", sich dann aber Nachts nackt in ihre Unterkunft schleichen. Also, das war wirklich etwas, das man hätte besser machen können. Man kann einen Mann nicht als Mann beschreiben, der dann aber teilweise so weich wird wie ein pubertierendes Mädchen. Und das er so sauer auf Georgia war, das seine Tochter einen Reitunfall hatte, war auch total überzogen...
Und zum anderen hat mich die Darstellung von Vicoria genervt. Sie war wirklich das pubertierende Mädchen, scheint Georgia zu hassen, rennt dann aber bei der nächsten Gelegenheit zur bösen Georgia und schüttet ihr das Herz aus. Es wäre mir lieb gewesen wenn sie wirklich auf Abstand gegangen wäre oder sie direkt gemocht hätte oder wenigstens ein Ereignis dazu geführt hätte, das sie näher zusammen rücken. 

Lesemonat: April

Montag, 1. Mai 2017


Wie ihr sicherlich gemerkt habt, habe ich es die letzten zwei Monate irgendwie verpeilt einen Lesemonat zu schreiben. Das tut mir wirklich unendlich Leid. Ich bin aber wieder da, in alter Frische und stelle euch nun meinen Lesemonat April vor!
Ich habe im April drei Bücher gelesen und muss sagen, das ich wirklich sehr begeistert war und dieser Monat nur Highlights hatte und ich mit allen drei Büchern super zufrieden war.

Mein erstes Buch war Dark Love - dich darf ich nicht Lieben. Ich habe mich da ein wenig vom "Trend" leiten lassen und habe es mir zugelegt, weil alle davon so geschwärmt haben und es sich wirklich gut angehört hat. Es gab ein paar Kleinigkeiten die mich gestört haben, die ihr *HIER* in meiner Rezension lesen könnt. Das Buch hat aber, trotz dieser Kleinigkeiten, 5/5 Röschen von mir bekommen! 

Klappentext:
Wenn die erste Liebe verboten ist...

Einen ganzen Sommer soll die 16-Jährige Eden bei ihrem nervigen Vater in Santa Monica verbringen. Trotz der Aussichten auf Strandpartys und eine coole Stadt rechnet sie mit dem Schlimmsten. Und es kommt noch ärger, denn ihr 17-Jähriger Stiefbruder Tyler ist ein Bad Boy, wie es im Buche steht: aggressiv, abweisend, unverschämt. Doch seine smaragdgrünen Augen verraten, dass er auch weich und verletzlich ist. Eden ist verwirrt - und fühlt sich bald unwiderstehlich zu ihm hingezogen. Auch tyler scheint trotz seiner ruppigen Art von ihr fasziniert zu sein. Wenn sie in einem Raum sind, beginnt die Luft zwischen ihnen zu knistern. Aber können sie jemals zusammenkommen?


Das zweite Buch das ich gelesen habe, war Furious rush. Ich habe es zusammen mit der lieben Kat von VIOLETBOOKLADY und der Jessi von JESSIIIXOXO gelesen. Es war meine erste Lesrunde in der Art und hat mir direkt auf Anhieb richtig gut gefallen, genau wie das Buch. Jedoch gab es bei diesem Buch einen großen Minuspunkt, der aber auch noch zu einem zweiten kommen kann. Dazu gibt es eine wichtige Voraussetzung. Welche könnt ihr *HIER* nachlesen. Alles in einem hat dieses Buch von mit 4/5 Röschen bekommen.

Klappentext:

Geschwindigkeit liegt Mackenzie im Blut. Als Tochter der berümten Cox-Familie möchte sie es in ihrem ersten Jahr auf der Motorradrennbahn allen beweisen. Doch sie hat nicht mit Hayden Hayes gerechnet - arrogantes Ausnahmetalent und ausgerechnet Fahrer für die Erzrivalen ihrer Familie. Um das Ansehen der Cox zu retten, muss Kenzie gewinnen und sich vor allem von Hayden fernhalten, dem die Frauenherzen scharenweise zufliegen. Doch Kenie stellt fest, dass sie alles andere als immun gegen seinen Charme ist. Und das sie beide etwas verbindet, das größer ist als der alte Hass, die Eifersucht und ein lebensgefährlicher Wettkampf...

Und das letzte Buch das ich gelesen habe, war 9 Tage wach von Eric Stehfest. Für das Buch habe ich am längsten gebraucht, weil es schwer war in die Geschichte rein zu kommen und hinterher um alles während des lesens zu verarbeiten und zu verstehen. Das Buch hat von mir 5/5 Röschen bekommen. Es hat mich persönlich berührt und lässt mich immer noch nicht los und ich denke immer noch darüber nach. Jeder sollte dieses Buch lesen und sich mit der Thematik auseinander setzen. Eine ausführliche Rezension findet ihr *HIER*

Klappentext:
Ein Buch wie im Rausch

Wenn die Droge zu deiner Schwester wird, wenn du schon einen Abschiedsbrief an dich selbst verfasst hast, dann bist du am Ende.
Eric Stehfest hat es erlebt, zehn Jahre war Christin seine "Schwester", seine ständige Begleiterin - Crystal Meth. Mit ihr fiel er unglaublich tief und hat sich dennoch gerettet. Nun berichtet er schonungslos, direkt, unverstellt und berauschend literarisch von seinem Doppelleben, seinem Entzug und seinem Leben danach.